Kategorie-Archiv: Philosophisches

Eine Sache beginnt den Menschen zu langweilen,
nicht wenn man ihr Repertoire von Verhaltensweisen erschöpft hat,
sondern wenn man die Grenzen des Raumes gezogen hat,
der dieses Verhalten begrenzt.

Douglas R. Hofstadter, „Gödel, Escher, Bach“, S. 661

Ein Wort an alle diejenigen, die gegen Waffen und für Frieden demonstrieren und ein Wunsch an die Kirche

Krieg ist eine scheußliche Sache. Das ist klar.
Waffen als Werkzeuge des Kriegs sind scheußlich. Das ist klar.

Doch der Mensch ist nun mal von Natur aus, tief in seinem Inneren, ein machtbezogenes Wesen: es zieht ihn zu Macht und er möchte Macht ausüben.
“Macht” an sich ist wertfrei. Es gibt friedvolle und sogar altruistische Formen der Machtausübung. Weiterlesen

YOLO!

You only live once! Diese Erkenntnis ruft dazu auf, sein Leben zu leben, statt nur im tristen Alltag dahinzuschwimmen. Schnell pervertierte diese Idee zu einer Lebenshaltung, die die Lust am Nervenkitzel über den Selbsterhaltungstrieb stellt.
Aber steckt nicht auch ein Funken Wahrheit darin? Hier eine Gegenüberstellung der beiden Extreme. Weiterlesen

"Warum ist man gerührt?"

fragte meine Tochter heute abend, als ich eines meiner Klavierstücke spielte. Sie war gerade am Schreibschrift üben und forderte mich auf: “Papa, hör auf zu spielen, sonst muss ich noch weinen, weil es so schön ist.”

Kurz darauf die Frage: “Mama, warum muss man weinen, wenn etwas schön ist?”
Die Antwort: “Weil man gerührt ist.”
Darauf die Frage: “Warum ist man gerührt?”
Die Antwort:

Ist dein Herz zu Tränen gerührt,
wurde deine Seele
von reinem Schönen berührt.

Selbstfindung?

In der Ruhe liegt die Kraft. Aber wann bin ICH eigentlich ruhig?

In Ruhe bin ich
wenn mein Sein und Tun den Anforderungen und Wünschen, die ich und andere an mich haben, genügt
wenn keine Diskrepanz mehr zwischen dem gelebten Ich und dem Bild meiner Selbst herrscht
wenn ich so bin, wie ich mich selber haben möchte
wenn ich zu mir selbst gefunden habe